Praxis, nimm dir Zeit :-)

 

Psychotherapie

Die Psychotherapie umfasst verschiedene psychologische Methoden und Verfahren um Verhaltensstörungen, Leidenszustände, psychische und psychosomatische Krankheiten zu behandeln und zu heilen. 

Während der Therapie entsteht häufig eine bestimmte Art von Beziehung zwischen dem Therapeuten und dem Patienten, die positiv und heilend gestaltet werden sollte. Der Therapeut muss in der Lage sein, mit seinen zur Verfügung stehenden psychologischen Mitteln heilende Kräfte im Patienten zu mobilisieren.

Voraussetzungen für eine Psychotherapie sind die Behandlungsbedürftigkeit und der Leidensdruck des Patienten. In der Regel wird ein Ziel vereinbart, entweder eine strukturelle Veränderung im Verhalten oder der Persönlichkeit des Patienten oder eine Minimalisierung der Symptome.

Die Methoden und Verfahren in der Psychotherapie unterscheiden sich in verschiedene Richtungen. Ich arbeite analytisch, tiefenpsychologisch, systemisch und körperorientiert.

Begleitend empfehle ich individuelle Homöopathische Mittel und nutze die Kraft der Naturheilkunde.

EMDR = Eye Movement Desensitization and Reprozessing

Es beruht auf dem Wirkungsprinzip von Desensibilisierung und Aufarbeitung  (einzelner Themen) durch Augenbewegungen. 

Die EMDR-Methode hat sich als effektive und zeitökonomische Behandlungsmethode für die posttraumatische Belastungsstörung etabliert. Die Methode ist in alle Richtlinien-Psychotherapien gut integrierbar. Für den guten Erfolg bedarf es vor allem einer qualifizierten Ausbildung der Therapeuten.


Entdeckerin und Entwicklerin der Methode ist Francine Shapiro Ph. D., eine Forscherin am Mental Research Institute in Palo Alto (Kalifornien). Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) fand zuerst Anwendung bei den psychotraumatischen Belastungssyndromen (1). 

Kernstück der Methode ist dabei ein auf den ersten Blick ungewöhnlicher Prozess, bei dem der Patient sich auf bestimmte Anteile der nicht ausreichend verarbeiteten Erinnerung konzentriert und gleichzeitig den Fingerbewegungen des Therapeuten mit den Augen folgt. Der Verarbeitungsprozess ist gegebenenfalls mit anderen Formen der „bilateralen Stimulation“, zum Beispiel mit taktilen oder auditiven Stimuli, möglich. 

Quelle: Ärzteblatt; PP 12, Ausgabe November 2013, Seite 512

Hase, Michael; Leutner, Susanne; Tumani, Visal; Hofmann, Arne

Was ist EMDR?

EMDR (Englisch: Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine besondere Form der Psychotherapie. 

Auf Deutsch bedeutet EMDR: „Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen“. Mit der Methode können unter anderem die Folgen von psychischen Traumata behandelt werden, vor allem die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS): Was ist das?
Eine Posttraumatische Belastungsstörung entsteht durch ein traumatisches Erlebnis, zum Beispiel eine Vergewaltigung, Krieg, einen schweren Unfall. Was hilft
Dabei werden zunächst, wie bei einer Psychotherapie üblich, das Trauma und die auslösende belastende Situation aus der Vergangenheit besprochen und analysiert. Anschließend versetzt sich der Patient gedanklich in die traumatische Situation, während er mit den Augen dem Finger des Therapeuten folgt, der sich nach links und rechts bewegt. Wie genau EMDR wirkt, weiß man noch nicht sicher.
Wie läuft eine EMDR-Behandlung ab?
Am Anfang der EMDR-Behandlung stehen zunächst ausführliche Gespräche: Hier gehen Therapeut oder Therapeutin und Betroffene gemeinsam dem Trauma auf den Grund. Das erfordert viel Einfühlungsvermögen und muss in einem geschützten und sicheren Rahmen stattfinden, damit Betroffene sich vorsichtig dem Trauma annähern können.

Nachdem Therapeut und Patient die entscheidenden Situationen und Bilder erarbeitet haben, die mit dem Trauma verknüpft sind, versuchen beide gemeinsam, die Bilder und Situationen von den belastenden Gefühlen zu entkoppeln. Das soll bewirken, dass die Patientin in Zukunft das belastende Ereignis als nicht mehr traumatisch empfindet, wenn sie sich wieder in ähnlichen Situationen befindet oder vergleichbare Bilder sieht.
Für dieses Entkoppeln legt ein EMDR-Therapeut oder -Therapeutin während einer Sitzung immer wieder Phasen ein, in denen die Patientin oder der Patient mit den Augen dem sich nach links und rechts bewegenden Finger des Therapeuten folgt – während dieser Zeit geleitet der Therapeut den Patienten achtsam durch das Erinnerte. Dieser Zweiklang aus Erinnerungsarbeit und Augenbewegungen zur gleichen Zeit kennzeichnet EMDR und gibt der Methode auch seinen Namen.

Eine Sitzung dauert etwa 60 bis 90 Minuten. 


Ist die EMDR eine wissenschaftlich geprüfte Methode?
Dass EMDR gegen PTBS wirkt, gilt als wissenschaftlich gesichert. In einer Überblicksarbeit aus dem Jahr 2019 haben Wissenschaftler 25 hochwertige Studien zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung mit EMDR unter die Lupe genommen – bei 24 von ihnen brachte das Verfahren zumindest eine signifikante Verbesserung der Beschwerden, zum Teil konnte das Posttraumatische Belastungssyndrom sogar geheilt werden.
In der Übersichtsarbeit identifizierten die Forscherinnen und Forscher neben PTBS weitere Bereiche, in denen EMDR positive Effekte erzielen könnte: Depression und chronische Schmerzen.

Quelle: Apothekenumschau von Dr. Christian Heinrich, 07.01.2022

Karte
Anrufen
Email